Watzmann besteigen: Normalweg, Überschreitung und die berüchtigte Ostwand

    Watzmann besteigen: Normalweg, Überschreitung und die berüchtigte Ostwand

    Geschrieben von Adrian ChelbaAlpinist, mehrfach am Mont Blanc über die Goûter-Route. Veröffentlicht am 25. Juli 2026

    Der Watzmann (Mittelspitze 2.713 m) ist der höchste Berg im Berchtesgadener Land und liegt in den Gemeinden Ramsau und Schönau am Königssee. Die Watzmann-Ostwand — mit rund 1.800 m die höchste Wand der Ostalpen — hat seit der Erstbesteigung 1881 mehr als 110 Todesopfer gefordert und gilt als eine der gefährlichsten Wände der Alpen.

    Das Wichtigste

    • Höchster Punkt: Mittelspitze, 2.713 m.
    • Überschreitung: Hocheck (2.651 m) → Mittelspitze (2.713 m) → Südspitze (2.712 m).
    • Watzmannhaus (Hütte): 1.930 m, Ausgangspunkt für Überschreitung und Normalweg.
    • Ostwand: ca. 1.800 m, höchste Wand der Ostalpen, über 110 Todesopfer seit 1881.

    Der Normalweg zum Watzmannhaus

    Der Normalweg führt von Ramsau oder St. Bartholomä am Königssee zum Watzmannhaus (1.930 m), einer bewirtschafteten Hütte, die als Ausgangspunkt für die Überschreitung und für den Aufstieg zum Hocheck dient. Der Weg ist anspruchsvoll, aber ohne Kletterei — der eigentliche alpinistische Anspruch beginnt erst oberhalb der Hütte.

    Die Watzmann-Überschreitung

    Die Überschreitung der drei Hauptgipfel — Hocheck (2.651 m), Mittelspitze (2.713 m) und Südspitze (2.712 m) — ist erfahrenen und konditionsstarken Bergsteigern vorbehalten. Je nach Fitness steigt man über den Normalweg ins Wimbachtal ab oder kehrt zum Ausgangspunkt zurück.

    Die Watzmann-Ostwand: höchste Wand der Ostalpen

    Mit etwa 1.800 Metern Höhe vom Königssee bis zur Südspitze ist die Ostwand die höchste Wand der Ostalpen. Am 18. Juni 1881 durchstieg der Bergführer Johann Grill („Kederbacher“) gemeinsam mit dem Wiener Alpinisten Otto Schück erstmals die Wand über die heute als Kederbacherweg bekannte Route — die beiden benötigten rund 14 Stunden. Seither hat die Wand mehr als 110 Todesopfer gefordert; sie zählt zu den gefährlichsten Wänden der Alpen.

    Die Watzmannsage

    Die markante Silhouette des Massivs — Watzmannfrau und die „sieben Kinder“ — nährt seit Generationen die Watzmannsage: Ein grausamer König Watze soll dort mitsamt seiner Familie zur Strafe versteinert worden sein. Die Sage ist Legende, nicht Geschichte — aber sie erklärt, warum der Watzmann im Berchtesgadener Land einen fast mythischen Status genießt.

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    FAQ

    Wie hoch ist der Watzmann?

    Die Mittelspitze, der höchste Punkt, misst 2.713 m — der höchste Berg im Berchtesgadener Land.

    Was ist die Watzmann-Überschreitung?

    Die Traverse der drei Hauptgipfel Hocheck, Mittelspitze und Südspitze — nur für erfahrene, konditionsstarke Bergsteiger.

    Warum ist die Watzmann-Ostwand so gefährlich?

    Mit rund 1.800 m ist sie die höchste Wand der Ostalpen; seit der Erstbesteigung 1881 hat sie über 110 Todesopfer gefordert.

    Wo liegt der Watzmann?

    Im Berchtesgadener Land (Oberbayern), in den Gemeinden Ramsau und Schönau am Königssee.