Der Mont Blanc und sein Gletscherbecken bei Tag, Blick von den Aiguilles de Chamonix

    Mont-Blanc-Besteigung

    Geschrieben von Adrian ChelbaAlpinist, mehrfach am Mont Blanc über die Goûter-Route. Veröffentlicht am 25. Juli 2026 · Aktualisiert am 8. September 2026

    Der Mont Blanc (4.805,59 m, IGN-Messung 2021) wird meist über die Goûter-Route bestiegen (PD−, zwei Tage, Übernachtung im Refuge du Goûter auf 3.835 m, seit 2019 reservierungspflichtig). Die technischere Trois-Monts-Traverse führt über die Aiguille du Midi und drei weitere Viertausender. Beide Routen verlangen Gletschererfahrung, echte Akklimatisierung und ein enges Wetterfenster — rund 65–70 % der Besteigungen erfolgen über die Goûter-Route.

    Das Wichtigste

    • Zwei Hauptrouten: Goûter (PD−, ca. 65–70 % der Besteigungen) und Trois-Monts-Traverse (AD−, technischer, drei Viertausender in Folge).
    • Hüttenreservierung im Refuge du Goûter seit dem Präfekturerlass vom 31. Mai 2019 verpflichtend, ausschließlich über montblanc.ffcam.fr.
    • Kosten zwischen rund 800 € (autonom) und über 3.000 € (geführt) pro Person — größter Posten ist meist der Bergführer.

    Die beiden Hauptrouten im Vergleich

    RouteSchwierigkeitAusgangspunktCharakter
    Goûter-RoutePD−Nid d'Aigle (2.372 m)Normalweg, ca. 65–70 % aller Besteigungen, Übernachtung im Refuge du Goûter (3.835 m), rund 2.300 Höhenmeter
    Trois-Monts-TraverseAD−Aiguille du Midi (3.842 m)Technische Alternative: drei Viertausender in Folge (Mont Blanc du Tacul 4.248 m, Mont Maudit 4.465 m), mehrere Gletscherquerungen
    Mont Blanc, höchster Gipfel Westeuropas
    Zugang und Orientierung im Hochgebirge
    Technik und Sicherheit in alpinem Gelände

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    FAQ

    Über welche Route wird der Mont Blanc am häufigsten bestiegen?

    Über die Goûter-Route (Normalweg, PD−) — rund 65 bis 70 % aller Besteigungen erfolgen auf diesem Weg.

    Muss man das Refuge du Goûter reservieren?

    Ja, verpflichtend seit dem Präfekturerlass vom 31. Mai 2019, ausschließlich über montblanc.ffcam.fr — Plätze für Juli/August sind oft innerhalb von Minuten ausgebucht.

    Braucht man einen Bergführer für den Mont Blanc?

    Gesetzlich nicht vorgeschrieben, aber angesichts der objektiven Gefahren (Steinschlag, Wetterumschwung, Höhenkrankheit) für die meisten Bergsteiger empfehlenswert.

    Was kostet eine Mont-Blanc-Besteigung?

    Zwischen rund 800 € (autonom, ohne Bergführer) und über 3.000 € pro Person (vollständig geführt) — der Bergführer ist praktisch immer der größte Kostenblock.

    Quellen